Hi und willkommen!
Wie Du vielleicht siehst, habe ich den Anbieternamen in Deinen Beiträgen ersetzt.
Zudem schäme ich mich so sehr für all das, so dass ich es bisher niemanden erzählt habe. Ich bin 33 Jahre alt und habe so überhaupt noch nicht fürs Leben vorgesorgt.
Bist Du ganz bewusst an die Sache heran gegangen, um süchtig zu werden? Wolltest Du süchtig werden? ... Natürlich nicht! Das ist ein schleichender Prozess, der mit vielen kleinen Grenzüberschreitungen einher geht. Wenn wir von der Genesung sprechen, dann erscheint dies meist so, als wolle man einen riesigen Berg erklimmen. Wir schauen hoch und keuchen vor Unbehagen, weil der Weg ja noch so weit und der Berg so hoch erscheint. Doch schauen wir nur immer auf den nächsten Schritt und drehen uns hier und da um, dann sehen wir, wir weit wir schon gekommen sind. Im Grunde ist es beim Weg in die Sucht doch ähnlich, nur zurückschauen entfällt zumeist oder die Erkenntnisse werden verdrängt.
Zum 2. Satz im Zitat ... pfeiff drauf ... Du bist noch jung und Du kannst HEUTE damit anfangen Deine kurz- und langfristigen Ziele anzugehen. Mit einem Master in der Hinterhand kannst Du das eigentlich unwichtigste Ziel, finanzielle Unabhängigkeit, locker erreichen, so lange Du abstinent bleibst.
Eine Sucht erfüllt immer einen Zweck. Sie ist somit positiv besetzt. Wieso sollten wir sie kritisch betrachten, wenn sie uns scheinbar Gutes tut? Bist Du Psychologe, um das weiter aufzudröseln?
Wieso schämst Du Dich also? "Ich hätte früher etwas unternehmen sollen ..." --- Bullshit, hättest Du früher etwas unternommen, hättest Du den Gedanken trotzdem gehabt. Und um in zu haben, musst Du bereits problematisch unterwegs gewesen sein.
Ich finde sogar, dass Du stolz sein kannst. Schaue doch auf das Heute! Du hast heute einige Dinge in Gang gesetzt, die eindeutig zu Deinem Vorteil sein werden. So suchst Du Dir Hilfe ... überwindest Deine Scham! Sind das nicht die Kompetenzen, auf die es ankommt?
Lasse die Scham, die in einer sozialen Gruppe dafür sorgt, dass sich an Regeln gehalten wird, nun nicht zu einem Blocker werden, der FÜR Deine Sucht arbeitet.
Du fragst nach Tips und Gedanken und lieferst gleichzeitig die Antwort: Der Mensch macht gerne immer das, was er schon immer gemacht hat. Doch nun änderst Du den Blickwinkel und überdenkst Deine Glaubenssätze. Gleichzeitig wünschst Du Dir andere Blickwinkel zu erfahren.
Ja, ich wollte auch immer Anerkennung und Bestätigung im Glücksspiel suchen. Doch gleichzeitig lebte ich die Erwartungen, die nicht meine an mich waren. Das habe ich viele viele Jahre nicht gesehen und auch nicht sehen wollen.
Samstag ist wieder Webmeeting. Das sind 2 h, die Du Dich nicht alleine, sondern als Mitglied einer Gemeinschaft fühlen kannst. Einer, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Glücksspiel aus ihrem Leben zu verbannen und den "Zweck" zu finden, um ihn abstellen zu können.
19 Uhr geht es los ... einfach den Link in meiner Signatur anklicken.
Zum Schluss noch ... 10-er Hebel ... empfindest Du Dich als Bestandteil des Glücksspiels? Wie wäre es stattdessen mit "der Handelnde"? Damit hättest Du eine Zweideutigkeit, die die negative Vergangenheit und die positive Zukunft beinhaltet?